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· 2 Min. · Rootivo Redaktion

Mulchen im Juni: So bringt eine Mulchschicht deine Beete durch den Sommer

Sobald die Hitze kommt, trocknen offene Beete rasend schnell aus. Eine Handvoll Mulch spart dir im Sommer literweise Gießwasser — und jede Menge Arbeit.

Mulchen im Juni: So bringt eine Mulchschicht deine Beete durch den Sommer

Im Juni steht die Sonne hoch, der Boden ist warm, und an heißen Tagen verdunstet das Gießwasser fast schneller, als du nachfüllen kannst. Genau jetzt lohnt sich Mulchen am meisten. Eine dünne Schicht aus organischem Material legt sich wie eine Decke über die Erde — und nimmt dir einen Großteil der Sommerarbeit ab.

Warum offene Beete im Sommer so schnell austrocknen

Nackte Erde ist im Hochsommer ein Verdunstungsmotor. Sonne und Wind ziehen das Wasser aus den obersten Zentimetern, der Boden verkrustet, und beim nächsten Guss läuft ein Teil einfach oberflächlich ab, statt zu versickern.

Gerade im Hochbeet ist das spürbar: Das begrenzte Volumen heizt sich schneller auf als gewachsener Gartenboden. Wer hier nicht gegensteuert, gießt im Juli und August täglich — und verliert trotzdem Ertrag, weil die Wurzeln im Trockenstress stehen.

Was eine Mulchschicht für dich übernimmt

Mulch ist nichts anderes als eine Schutzdecke aus organischem Material auf der Bodenoberfläche. Sie bremst die Verdunstung deutlich, hält die Erde darunter kühler und gleichmäßiger feucht und verhindert das Verkrusten.

Dazu kommt ein zweiter Effekt: Unkraut keimt im Dunkeln unter der Schicht kaum noch, und während das Material langsam verrottet, füttert es das Bodenleben. Du wässerst seltener, jätest weniger und verbesserst nebenbei die Erde — drei Aufgaben, eine Handbewegung.

Womit du mulchen kannst

Das beste Material liegt meist schon im Garten. Angetrockneter Rasenschnitt ist der Klassiker — wichtig ist nur, ihn vorher ein, zwei Tage antrocknen zu lassen und dünn aufzutragen, sonst verklebt er zu einer faulenden Schicht.

Gut funktionieren außerdem Stroh, zerkleinertes Herbstlaub, gehäckselter Strauchschnitt oder abgeschnittene Beinwell- und Brennnesselblätter, die zusätzlich Nährstoffe liefern. Im Hochbeet reicht oft eine Handvoll pro Pflanze. Finger weg von dicken Mengen frischem, nassem Grasschnitt und von Rindenmulch zwischen Gemüse — der entzieht dem Boden beim Verrotten Stickstoff.

So mulchst du richtig

Gieße den Boden vor dem Mulchen einmal kräftig durch — die Schicht hält die Feuchtigkeit, sie kann sie aber nicht selbst herbeizaubern. Dann verteilst du das Material rund fünf bis sieben Zentimeter dick zwischen den Pflanzen.

Lass dabei einen kleinen Ring um jeden Stängel frei. Liegt der Mulch direkt an Tomaten-, Zucchini- oder Kohlstängeln, bleibt es dort dauerfeucht und die Pflanze kann am Hals faulen. Junge Sämlinge mulchst du noch nicht — warte, bis sie eine Handbreit hoch sind, sonst nimmst du ihnen Licht und Wärme.

Der ehrliche Haken — und wie du ihn umgehst

Eine Mulchschicht ist leider auch ein gemütliches Tagesversteck für Schnecken. Bei feuchtem Wetter lohnt es sich, morgens kurz darunter zu schauen und Nacktschnecken abzusammeln, bevor sie sich über deine Jungpflanzen hermachen. Wer ein akutes Schneckenproblem hat, mulcht rund um besonders gefährdete Pflanzen erst, wenn diese kräftig genug sind.

Wann genau du wieder gießen musst, hängt von Wetter und Beet ab. In Rootivo erinnert dich der Pflege-Tab anhand der lokalen Wettervorhersage ans Gießen — und mit Mulch wirst du merken, dass diese Erinnerung im Sommer deutlich seltener kommt.

Im Lexikon: Tomate

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